Sommerfest in der Grünbach-Hütte von Trockenborn-Wolfersdorf am Samstag, dem 21.06.2008

 

Pünktlich zum Sommeranfang versammelten sich am Samstag, den 21. Juni 2008,  25 Mitglieder des „Orchideenstammtisches“ (sowie ein „halbes“ Mitglied, vom Hunde ganz zu schweigen) auf dem Grundstück der Grünbach-Hütte Trockenborn-Wolfersdorf des Thüringer Forstamtes Hummelshain, um, nun schon Tradition, ihr Sommerfest zu begehen.
Die Benutzung der überdachten, in etwa 300 m üNHN gelegenen Grill-Hütte muss man bei der Gemeinde-Verwaltung Hummelshain anmelden, ein Vorgang, den Familie Bauer dankenswerterweise übernahm.

sommerfest 2008 bild1
Diese Hütte liegt in unmittelbarer Nähe des Waldbades Trockenborn-Wolfersdorf und bietet außer einer beeindruckenden See- und Waldkulisse auch Sitzplätze um eine Lagerfeuer-Stätte, einen großen Tisch sowie Schaukeln für Kinder und Jugendliche.
Nachdem wir zuerst etwas misstrauisch die dunklen Wolken am Himmel betrachtet hatten, änderte sich kurz nach unser aller Eintreffen das Wetter - es wurde ein strahlender Samstag-Nachmittag.
Die Gemeinde Trockenborn-Wolfersdorf mit ihren 650 Einwohnern liegt etwa 20 km von Jena entfernt im Norden des Saale-Holzland-Kreises (SHK) und ist damit Teil der Verwaltungsgemeinschaft Hügelland/Täler Ostthüringens. Zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes zählt das von Wasser umgebene Jagdschloss „Fröhliche Wiederkunft“. Es wurde zwischen 1548 bis 1551 errichtet, im Jahre 1872 durch einen Brand verwüstet, danach teilweise abgebrochen und umgebaut und in den letzten drei Jahrzehnten ständig restauriert. Nachdem es früher eine Aufenthalts- und Ausbildungsstätte für schwererziehbare Jugendliche war, wird es derzeit als ein Alten- und Pflegeheim genutzt. Der Ort selbst und die schöne, abwechslungsreiche Landschaft im Bundsandsteingebiet wird an den Wochenenden für Kurzausflüge von Jena, Stadtroda, Kahla oder Neustadt/Orla aus geschätzt.
Das konnten auch die angereisten Mitglieder des Orchideenstammtisches, einige hatten Fahrgemeinschaften gebildet, bestätigen, vor allem diejenigen, die bislang die nahe gelegene, idyllische Landschaft nicht kannten.
Nach der kurzen, aber obligatorischen Begrüßungsansprache durch den Vorsitzenden Hans-Joachim Pischeli labten sich alle am mitgebrachten, selbst gebackenen Kuchen, Kaffee, Saft und Mineralwasser. In der klaren Luft und stillen Umgebung, nur die Vögel zwitscherten aufgeregt, ein großer Genuss! Allen mundete es und man langte tüchtig zu. Die Kuchen-Rezepte und natürlich die Produkte, von einigen weiblichen Mitgliedern liebevoll vorbereitet, wurden sehr gelobt!
Nachdem sich alle derart gestärkt hatten, wurde als „bildungspolitische Maßnahme“, wie immer beim Sommer- und Weihnachtsfest, ein Quiz veranstaltet. Vorbereitet wurde es in traditioneller Weise durch Dr. Helga Dietrich, die sich die teils leichten, teils schweren Fragen zum Thema „Orchideen“ ausgedacht hatte.

Wissenstest

Die Gewinner konnten sich die gespendeten Preise, darunter natürlich auch Bücher und Orchideen, der Reihe nach aussuchen. Die höchste Punktezahl der diesjährigen Preisaufgaben erreichte überraschend Matthias Pischeli, der manchen „alten Orchideen-Hasen“ damit hinter sich lies.
Nachdem also die „Köpfe geraucht“ hatten, entspannte man sich wieder bei Gesprächen oder kurzen Wanderungen, in die Hanna Starks Rüde, der Bedlington-Terrier Benny, bevorzugt einbezogen wurde. Natürlich, wie wäre es anders denkbar, fachsimpelte man, zum einen über Orchideen und andere begehrliche Pflanzen, zum anderen über die neuesten fototechnischen Möglichkeiten. Zeit blieb aber auch, um das eine oder andere private Gespräch zu führen, das bei den offiziellen Monatsterminen mit ihren Vorträgen meist aus zeitlicher Sicht unterbleiben muss oder einfach zu kurz kommt.
Großen Spaß bereitete es auch, unser jüngstes Mitglied, die siebenmonatige Tochter Soraya der Familie Bopp, beim Herumtragen, Herumreichen oder beim ersten vorsichtigen Kontakten und Spielen zu beobachten. Tapfer und geduldig hielt sie in dieser Weise einige Stunden aus. So verging die Zeit sehr rasch!

zukünftige orchideenfreunde
Familie Bauer hatte inzwischen, wie es in Thüringen bei Ausflügen oder Gartenfesten Sitte ist, den Grill angeworfen und die wohlschmeckenden, echten „Thüringer Bratwürste“ aufgelegt. Entweder mit (wieder selbstbereitetem) Kartoffelsalat oder mit Brötchen wurden für die Nichtvegetarier die zünftig gebratenen Würste verspeist. Es gab übergenug für alle, so dass mancher noch ein Würstchen für den Heimwegs-Hunger gereicht bekam!

traditionelle bratwurstzubereitung
Als sich ab 19 Uhr die ersten „Fußball-Fans“ verabschiedeten, beschloss man, noch gemeinsam aufzuräumen, alle Reste, Gefäße, Körbe und Taschen in die Autos zu packen und Abschied voneinander zu nehmen!
Der Vorsitzende dankte zum Schluss Allen, die zum Gelingen des Nachmittags beigetragen hatten, vor allem Familie Bauer, die unermüdlich und tapfer im Dunst des Bratwurst-Dampfes gestanden hatte, aber auch die Vorbereitung der kulinarischen Köstlichkeit organisiert hatte.
Jetzt beginnt die Sommerpause beim Treff des „Orchideenstammtisches“. Trotzdem freuen wir uns schon wieder auf den ersten Vortrag am 18. September in der Traditions-Gaststätte „Zur Noll“ in Jenas mittelalterlichem Herzen!
Ein Nachmittag mit einigen sehr erholsamen und entspannten Stunden ging damit zu Ende!

Text:Dr. Helga Dietrich

Bilder:Hans-Joachim Pischeli und Bernhard Korn

 

 

zurück zum Archiv

Orchideenstammtisch Jena